Rezension: Ein Sommer ohne uns von Sabine Both

Format: Broschiert Preis: 12,95€ Seitenanzahl: 240 ISBN: 978-3-7855-8222-0 Verlag: Loewe
Klappentext: Eine große Liebe. Und eine Auszeit von der Treue. Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammen bleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen? Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben. Aber ein Gedanke lässt Verena – mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium – nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen, kommt nicht infrage. Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar. Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt: Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden?

Das Buch stand ganz oben auf meiner Must-Read-Liste, als ich es bei den Neuerscheinungen entdeckte, da sich das Thema, rund um eine offene Beziehung auf Zeit, mega interessant angehört hatte. Verena und Tom sind nun schon seit 5 Jahren zusammen und die Beziehung zwischen beiden ist langsam Alltag geworden. Ich fand es durchaus realistisch, dass sich nach so einer langen Zeit, der Wunsch nach Abwechslung breit macht und Verena und Tom sich selbst fragen, wie es z.B. wäre mit einer anderen Person zu schlafen. Da schon von Beginn an klar war, in welche Richtung sich das Buch entwickeln wird, war ich doch sehr überrascht, dass es erst nach der Hälfte des Buches zu einer Aussprache zwischen Verena und Tom kommt, wo beide über eine offene Beziehung reden. Dadurch war sofort klar, dass diese offene Beziehung (die angepriesene Haupthandlung!) wohl eher knapp abgehandelt wird und eher oberflächlich betrachtet wird. Ziemlich schade, da ich mich darauf am meisten gefreut hatte. Man ließt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Tom und Verena (durch verschiedene Schriftarten gut auseinander zu halten) und bekommt somit einen sehr guten Einblick in die Gefühlswelt der beiden. Allerdings muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich keinen sonderlich guten Bezug zu beiden herstellen konnte und auch nicht wirklich mitgefiebert habe, was die Liebe und die Auszeit zwischen den beiden angeht. Irgendwie so emotionslos. Das kann vor allem an den  Schreibstil der Autorin liegen, welcher mich leider nicht überzeugen konnte. Die Sätze waren teilweise zu kurz oder abgehackt und ich konnte das Buch insgesamt nicht sehr flüssig lesen. Neben der Haupthandlung gab es auch noch ein paar Nebenhandlungen, die ich nicht für notwendig gehalten habe. Isabelle fand ich als Nebencharakter im Gegensatz zu Jesse ganz gut ausgearbeitet. Jesse war für mich ein unglaublich blasser Nebencharakter, über den ich kaum was erfahren habe. Auch fand ich einige Entscheidungen, hauptsächlich von Verena, ziemlich naiv bzw. unlogisch, wo ich an dem Mädchen echt verzweifelt bin. ^^ Das Ende der Geschichte lässt viel Raum für die eigene Phantasie, was ich aber auch etwas schade gefunden habe. Ich hätte mir gerne ein klareres Ende gewünscht. :/

Einmalig! Zumindest in meinem Bücherregal! ;D Ich finde es unglaublich schön und gut gelöst/durchdacht, dass Verena vorne und Tom hinten zu sehen ist und dass sich ihre Hände auf dem Buchrücken treffen. Der Buchrücken wirkt wie eine Mauer zwischen den beiden, was ich ganz passend finde. Außerdem mag ich die Wasserfarben ganz gerne und ich finde es toll, dass verschiedene Schriftarten gewählt wurden und nicht die gleichen. :)

Die Geschichte hatte aufgrund ihrer Thematik wirklich potenzial, allerdings hapert es hier einfach an der gelungenen Umsetzungen und einen eher weniger emotionalen und abgehackten Schreibstil.

Ich gebe dem Buch 2 von 5 Sternen.



Vielen Dank an den Loewe Verlag und lovelybooks für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

2 Kommentare:

  1. Hey Vanii =)
    Oha xD
    Zu Anfang deiner Rezi klang es noch sehr vielversprechend, aber dann ...
    Die Thematik ist echt interessant und so, aber ich glaube, ich verzichte doch dann eher ;3

    LG ♥
    Anna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Anna!! ♥
      Haha, ja naja.. ich hatte mir halt doch etwas mehr von dem Buch versprochen. :D

      Liebste Grüße,
      Vanessa ♥♥

      Löschen