{Talk about} - Rezensionsexemplare


Hallöchen!
Wie ihr schon an meinem Posttitel erkennen könnt, möchte ich mit euch ein wenig über das altbekannte Thema "Rezensionsexemplare" reden. Ich möchte gleich zu Anfang erwähnen, dass sich niemand von mir persönlich angegriffen fühlen soll und ich hiermit einfach meine Meinung mit euch teilen möchte! :)


Am Anfang erstmal zu meiner persönlichen Geschichte in Bezug auf Rezensionsexemplare.

Ich habe noch kein einziges Rezensionsexemplar erhalten bzw. bei einem Verlag angefragt. 

Ich schätze mal, dass nach dieser Aussage ein großer Teil der Buchblogger stark aufgeatmet hat. haha :'D Oftmals kann man die Unverständlichkeit bei größeren Buchbloggern herauslesen, wenn sie sehen, dass kleine Buchblogger, wie z.B. ich, Rezensionsexemplare erhalten. Zurecht, wie ich finde. Wenn man vom Verlag ein RE erhält, wird als Gegenleistung vom Buchblogger eine ausführliche bzw. gute Rezension erwartet. Eine gute Rezension können nicht nur große Buchblogger schreiben, soviel ist sicher, ABER muss auch eine gewisse Reichweite des Bloggers vorhanden sein. Ohne eine solche Reichweite nützt dem Verlag die Vergabe eines RE an euch schlichtweg nix. Ich persönlich bin der Auffassung, dass wenn man ein RE bei einem Verlag anfragt, die Unkosten die für dem Verlag bei der Vergabe des RE an euch entstanden sind, durch euch wieder 'verschwinden'. Sprich: Bei einer sehr kleinen Leserzahl ist es eher unwahrscheinlich, dass sich nach eurer Rezension jemand dieses Buch kaufen wird. Bei einer großen Leserzahl besteht jedoch eine viel größere Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand das Buch kaufen wird und sich für den Verlag die "Unkosten" an euch auch "gelohnt" haben. 

Sicher sind RE eine schöne Sache und wer findet die Vorstellung schon nicht toll, kostenlos ein Buch zu erhalten und die einzige Gegenleistung die von euch erwartet wird, ist eine Rezension. Doch sollte man sich das "Privileg" eines RE auch erarbeiten - meine Meinung. 

Wenn ich im Verlag für die Vergabe der Rezensionsexemplare verantwortlich wäre, würde ich auf folgende Punkte Wert legen:
  • eine gewisse Reichweite, sprich: nicht nur 10 Leser
  • qualitativ hochwertige Rezensionen, sprich: ausführlich, mit Begründungen und vor allem ehrlich!
  • die Vernetzung des Blogs, sprich: Die Rezensionen sollten nicht nur auf eurem Blog zu finden sein, sondern auch auf anderen sozialen Netzwerken oder auf Seiten wie z.B. lovelybooks.
Wie gesagt, kann ich (große) Buchblogger verstehen, die sich über kleinere aufregen, wenn diese schon mit ihren 10 Lesern RE anfragen. Sowas finde auch ich nicht unbedingt toll, jedoch regt es mich auch auf, wenn ich sehe, wie auf Instagram "Rezensionen" gepostet werden, die man nicht einmal als Rezis bezeichnen kann. Sprich: Die Rezension bestehen aus vier Zeilen (im Blogformat vielleicht gerademal eineinhalb Zeilen) und sind schlichtweg unbegründet. Wo bitte ist da die Rezension, wenn dort einfach nur ein: "Ich fand das Buch echt toll und freue mich schon auf den nächsten Band." steht!? Bei solchen "Rezis" macht es mich dann doch echt etwas sauer, wenn ich bei Heyne lese, dass auch gerade daran gearbeitet wird, RE für reine Instagramer anzubieten. Wo bleibt da die Gerechtigkeit, wenn man sich als Blogger die Finder wund tippt und Rezensionen bei Instagram aus vier Zeilen bestehen?? Ich möchte damit keinesfalls sagen, dass alle Rezensionen auf Instagram solch eine Qualität haben, nur der Großteil eben schon.

Ich selbst habe für mich entschieden, erst aber ca. 60 Lesern mal ein RE anzufragen. Ich möchte einfach eine gewisse Leserzahl und Fülle an (guten und qualitativ hochwertigen) Rezis bieten, bevor ich mein Glück versuche.

Ich hoffe ich habe meine Meinung verständlich erläutert und würde mich über Kommentare von euch freuen! Was haltet ihr von RE und vielleicht habt ihr ja auch eine ganz andere Meinung als ich!

Liebste Grüße,
Vanessa <3

Kommentare:

  1. Ich habe schon Rezensionsexemplare angefragt und auch welche erhalten. (Ich habe aber auch mehr als 10 Leser ;) )

    Dennoch stehe ich dem Thema auch recht kritisch gegenüber, ABER: Ohne ein Rezensionsexemplar, würde das Buch auf meinem Blog in den meisten Fällen nicht erscheinen, einfach weil ich als Schüler mit 25 Euro Taschengeld nicht die Möglichkeit habe, mir dauernd irgendwelche neuen Bücher zu kaufen. Schon allein für das Hosting der Webseite, die Domain-Kosten und Theme-Kosten gehen monatlich etwa 15-20 Euro drauf.

    Viele Grüße
    Benjamin

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    1. Hallo Benjamin! :)
      Deine Meinung im Bezug auf Rezi-Exemplare kann ich totel nachvollziehen. Ich bin auch noch Schülerin und bekomme noch weniger Taschengeld im Monat - und sich dann Bücher kaufen? Für ein Hardcover gehen schon mal gerne 20€ drauf und sowas kann man sich als Schüler nun einfach mal nicht immer leisten. Deshalb bin ich neben dem üblichen Buchladen und amazon mittlerweile auch auf Seiten wie rebuy unterwegs, wo ich mir dann öfter mal gebrauchte Bücher bestelle, weil ich mir Bücher auf Dauer nicht für den Normalpreis kaufen kann.

      Liebste Grüße,
      Vanessa :)

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